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Der Beitrag des Islam zur Weltkultur

 

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Der Qâdhî Abû Bakr entwickelte im achten Jahrhundert die Relativitätstheorie unter dem Aspekt von Zeit und Raum mittels mathematischer Gleichungen und Astrophysik. Man muss sich einmal vorstellen, dass im Westen Einstein, dieselbe Theorie erst viel später im 20. Jahrhundert darlegen konnte!

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Rufen wir uns unser großartiges und ruhmreiches Erbe in Erinnerung, indem wir kurz untersuchen, was der Islâm zur Zivilisation, Bildung, Kultur und wissenschaftlichen Entwicklung in der Welt beitrug.

 

Im Gegensatz zum Christentum, in dem Religion und Wissenschaft zwei separate Elemente sind, war das Studium der Wissenschaften stets mit dem Islâm vereinbar.

 

Viele junge Muslime sind entmutigt, wenn sie sehen, dass der Lebensstandard der Muslime überall in der Welt niedrig ist und ihre Möglichkeiten begrenzt sind. Sie wissen auch um den im Vergleich zum Westen gering entwickelten Stand der Technologie in den muslimischen Ländern. Auf Grund dieser Beobachtungen ziehen sie den voreiligen Schluss, dass die muslimischen Länder rückständig seien, weil sich der Islâm nicht auf Umwälzungen einstellen könne; er könne neue Erkenntnisse nicht aufnehmen Manche gehen sogar so weit zubehaupten, der Islâm sei in Wahrheit fortschrittsfeindlich und gegen wissenschaftliche Entwicklung. Diejenigen Muslime indes, die den jüngeren Abschnitt der islamischen Geschichte studiert haben, werden wissen, dass dies ein vollkommener Trugschluss und Irrtum ist.

 

Rufen wir uns doch den Beitrag des Islâm zur uns heute bekannten Zivilisationin Erinnerungen!

 

Die Einführung der Null

 

Beginnen wir mit der Zahl Null, die von Muhammad ibn Mûsâ eingeführt wurde! Er verwendete auch als Erster die Darstellung von Dezimalstellen durch Kommata. Der große Historiker Gibbons schrieb im Band 5 seines Werkes Decline and Fall of the Roman Empire (Untergang und Fall des Römischen Reiches), dass die Wissenschaft der Chemie ihren Ursprung und ihre Weiterentwicklung den Muslimen zu verdanken hat.

 

Trigonometrie, Sinus, Tangens und Kotangens

 

Die Araber entwickelten die genannten Funktionen in der Trigonometrie. Ibn Mûsâs Abhandlung Hisâb Al-Dschabr wa-Al-Muqâbala ("Algebra und Gleichung") führte im achten Jahrhundert nach christlicher Zeitrechnung achthundert Beispiele an. Seine Arbeit wurde aus dem Arabischen ins Lateinische übersetzt; bis zum 16. Jahrhundert war es Europas wichtigstes Lehrbuch über dieses Thema.

 

Geometrie und Algebra

 

Ein weiterer großartiger Mathematiker war Umar Chayyâm, der der Welt geometrische und algebraische Lösungen zweiten Grades darbot. Nâsiruddîn schrieb die Abhandlung über Viereck-Trigonometrie, aber auch über zweidimensionale und sphärische Geometrie.

 

Physik

 

Kamâluddîn untersuchte die Brechung des Sonnenlichtes in Regentropfen und erklärte die Entstehung des primären und sekundären Regenbogens. Die Geschichte über die Erfindung des Pendels und das Schenken einer Wasseruhr an Kaiser Karl den Großen durch Hârûn Ar-Raschîd ist sehr bekannt.

 

Die Lehre der Mechanik

 

Die Entwicklung der Lehre der Mechanik im Islâm ist das Werk eines Genies. Mûsâ ibn Schâkir beschrieb einhundert Teile mechanischer Geräte in seinem Buch der Instrumente. Zu weiteren außergewöhnlichen muslimischen Abhandlungen gehören Al-Kitâb fî Ma’rifat Al-Hiyal Al-Handasiyya (Das Buch der Erkenntnis über geniales Ingenieurwesen) von Abû Al-Fiaz ibn Ar-Raz und "Mîzân Al-Hikma (Die Waage der Weisheit) von Al-Châzinî. Er forschte auch im Bereich des genauen Wiegens und der Bestimmung der Wichte von Substanzen.

 

Camera obscura

 

Im Bereich der Optik erfand im Jahre 1038 Ibn Haitham die Camera obscura.

 

Relativitätstheorie

 

Der Qâdhî Abû Bakr entwickelte im achten Jahrhundert die Relativitätstheorie unter dem Aspekt von Zeit und Raum mittels mathematischer Gleichungen und Astrophysik. Man muss sich einmal vorstellen, dass im Westen Einstein, dieselbe Theorie erst viel später im 20. Jahrhundert darlegen konnte!

 

Geografie

 

Was die Geografie anbelangt, wiesen muslimische Wissenschaftler im 9. Jahrhundert nach, dass die Welt rund ist. Der erste Globus wurde während der Herrschaft des Kalifen Ma’mûn angefertigt.

 

Papierherstellung

 

Die Papierherstellung gehört zu den frühesten handwerklichen Errungenschaften der Muslime. Schon im 8. Jahrhundert wurde qualitativ hochwertiges Papier in Samarkand hergestellt. Über Ägypten ist bekannt, dass es im Jahre 900 seine erste Papiermühle besaß. Das früheste auf Papier geschriebene arabische Manuskript, das entdeckt wurde, ist das Buch "Gharîb Al-Hadîth" von Abû Ubaid aus dem Jahr 837. Es kann in den Niederlanden in der Universitätsbibliothek Leiden besichtigt werden.

 

Fortschritt in der Industrie

 

Unter der islamischen Herrschaft war Spanien ein Gewerbezentrum. Es war eines der reichsten und dichtbesiedeltsten Länder in Europa. Muslime waren führend in der Wolltuchweberei, Seidenherstellung, Töpferei, Juwelierskunst sowie in der Leder- und Parfümindustrie. Im Mittelalter wurde der Welthandel von den Muslimen kontrolliert. Bagdad, Buchara und Samarkand waren bis zum 16. Jahrhundert Zentren für Weltmessen. Das "Bait Al-Hikma (Haus der Weisheit)" in Kairo verfügte über zwei Millionen Bücher, die Bibliothek in Tripolis über etwa drei Millionen, wobei diese Bibliothek jedoch während des ersten Kreuzzugs von Christen niedergebrannt wurde.

 

Wunder des Qurân

 

Betrachten wir nun die aberhundert wissenschaftlichen Fakten, die im Edlen Qurân erwähnt sind! Beispielsweise die Tatsache, dass die Erde ursprünglich ein Teil des Himmels war und nach der Trennung zu einem für Menschen bewohnbaren Ort wurde, wie es in Sûra 21 im Vers 30 erwähnt ist; dass Materie aus subatomaren Partikelchen besteht [(Sûra 10, Vers 61)] ; dass der Embryo im Mutterleib von drei epithelialen Schichten umgeben ist [Sûra 39, Vers 6] ; dass jeder Mensch einen nur einmal vorkommenden Fingerabdruck hat [Sûra 75, Vers 4] . Man findet Tausende weiterer wissenschaftlicher Fakten im Edlen Qurân.

 

Bedauerlicherweise ist es der Westen, der in der heutigen Zeit auf seinem Höhepunkt steht, während wir weit hinterherhinken. Jedoch ist unser Rückfall nicht auf den Islâm zurückzuführen, wie der Westen uns glauben lassen will, sondern vielmehr auf unser schieres Nichtbeachten der islamischen Prinzipien. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass der Islâm unbestreitbar die fortschrittlichste Religion ist, die in Wirklichkeit ein Lebenssystem mit einem sehr weiten Spielraum bildet.

 

Gewiss ist das Leben ein harter Kampf. Kampf ist indes ein angeborener Instinkt der menschlichen Natur. Kampf ist ein Mittel, dient jedoch nicht dem Selbstzweck. Wir sollen uns anstrengen und kämpfen, aber auch an Allâh Bittgebete richten. Hier kommt "Tawakkul", d. h. Vertrauen auf Allâh zum Tragen, denn das Schicksal macht das Denken überflüssig. Wir müssen hinsichtlich unserer Verbesserung auf Allâh vertrauen. Hinge nämlich der Erfolg nur von unserem Kampf ab, wäre niemand auf der Erde erfolgreich. Überdies ist selbst der Kampf von Allâh vorherbestimmt. Der Mensch soll sein Bestes geben, aber danach alles andere Allâh, dem Hocherhabenen, überlassen.


Quelle: www.islamweb.net

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