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Warum Gott gehorchen? - Teil 2

 

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Allâh ist auch der eigentliche Verleiher von Gerechtigkeit. In Ihm existiert kein Hauch von Ungerechtigkeit. Seine Befehle beruhen gänzlich auf Wahrheit und Gerechtigkeit. Setzt man Seine Befehle um, läuft man keine Gefahr, sich selbst und anderen Menschen Unrecht zuzufügen.

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Die einzig wahre Rechtleitung

 

Letztlich verbleibt nur noch eine Quelle der Wahrheit: das allerhöchste Wesen, von dem man das notwendige Licht erhalten kann. Gott ist Allwissend und Allsehend. Er kennt die innere Wirklichkeit aller Dinge. Er allein kann dir sagen, was dir nutzt und was dir schadet. Er allein kann bestimmen, welche Taten richtig und welche Taten falsch sind. Er hat keinerlei Interessenbindungen, noch will Er sich irgendwelche Vorteile verschaffen. Er hat es nicht nötig, anhand von Täuschung irgendeinen Nutzen zu erlangen. Was auch immer der Makellose und Der aus sich selbst Bestehende dir an Geboten und Anweisungen gibt: sie werden keine anderweitigen Motive haben und lediglich zu deinem eigenen Nutzen sein.

 

Allâh ist auch der eigentliche Verleiher von Gerechtigkeit. In Ihm existiert kein Hauch von Ungerechtigkeit. Seine Befehle beruhen gänzlich auf Wahrheit und Gerechtigkeit. Setzt man Seine Befehle um, läuft man keine Gefahr, sich selbst und anderen Menschen Unrecht zuzufügen.

 

Wie man vom Licht Gottes profitiert

 

Zwei Bedingungen sind zu erfüllen, um von dem gottgegebenen Licht zu profitieren. Zunächst musst du aufrichtig an Allâh und Seine Gesandten glauben. Die Gesandten Allâhs sind es schließlich, die dieses Licht den Menschen überbracht haben. So kannst du dir sicher sein, dass die von Allâhs Gesandtem verkündete Botschaft wahr und richtig ist. Daran ändert sich nichts, wenn du zu einer gegebenen Zeit die Weisheit, die sich hinter einer bestimmten Regelung verbirgt, verstehst oder nicht verstehst. Nachdem du diesen Glauben verinnerlicht hast, musst du dieser Rechtleitung und dem damit verbundenen Licht der Erkenntnis folgen, denn ohne Gehorsam kann nichts erreicht werden.

 

Angenommen ein Mann sagt dir, dass der Verzehr einer bestimmten Sache der Gesundheit schadet und giftig ist. Du aber sagst: „Zweifelsohne hast du Recht. Der Verzehr dieser Sache ist schädlich und giftig.“ Zwar bestätigst du die Wahrheit, hörst aber mit dem Verzehr der entsprechenden Sache nicht auf. Die Folge des Verzehrs, ob bewusst oder unbewusst, ist demnach gleich. Was bringt es also, etwas zu wissen, aber nicht danach zu handeln?

 

Einen echten Nutzen kannst du nur ziehen, wenn du Allâh gehorchst, nachdem du den Glauben an Ihn verinnerlicht hast, Seinen Befehlen Folge leistest und nicht nur deren Echtheit mit bloßen Worten bestätigst. Gleichermaßen darf es nicht bei einem blanken mündlichen Versprechen bleiben, dass du Verbote beachtest. Vielmehr müssen den Worten Taten folgen, indem du dich tatsächlich vom Verbotenen fernhältst.

Deshalb sagt Allâh immer wieder: { „Und gehorcht Allâh und gehorcht dem Gesandten …!“} [Sûra 5:92]

Er sagt auch:  {„Wenn ihr ihm gehorcht, seid ihr rechtgeleitet.“} [Sûra 24:54]

Sowie:  {„So sollen diejenigen, die Seinem Befehl zuwiderhandeln, sich vorsehen, dass nicht eine Versuchung oder schmerzhafte Strafe sie trifft.“ } [Sûra 24:63]

 

Kein blinder Gehorsam

 

Dass wir uns richtig verstehen: Der alleinige Gehorsam gegenüber Allâh und Seinem Gesandten bedeutet nicht, dass man anderen kein Gehör schenkt und es unterlässt, ihnen zuzuhören. Keinesfalls! Vielmehr verzichtet man darauf, jemandem zwanghaft und unbedacht Folge zu leisten. Achte also darauf, dass das Gesagte mit der Rechtleitung Allâhs und Seines Gesandten übereinstimmt. Wenn du siehst, dass dies der Fall ist, solltest du das Gesagte akzeptieren, denn in Wirklichkeit leistest du dabei Allâh und Seinem Gesandten Folge. Im umgekehrten Fall musst du die der Rechtleitung widersprechenden Worte ablehnen, denn niemand hat das Recht, befolgt zu werden, außer Allâh und Sein Gesandter.

 

Nimm zur Kenntnis, dass Allâh nicht selbst dem Menschen erscheint und Seine Rechtleitung übermittelt. Sein auserwählter Gesandter hat den Menschen die Botschaft überbracht. Der Prophet  verließ diese Welt vor mehr als vierzehn Jahrhunderten. Die von Allâh zu uns gelangten und von Seinem Gesandten überbrachten Gebote sind im Qurân und den Hadîthen bewahrt. Aus deren Wesen ergibt sich, dass sie nicht vor dir stehen und irgendwelche Direktive geben können. Letztlich sind es Menschen, die dir Hilfe leisten werden, wie du dich dem Qurân und dem Hadîth gemäß zu verhalten hast. So gibt es keine anderweitigen Handlungsoptionen als den „Lehren von Menschen“ zu folgen.

 

Dabei ist es wichtig, dass du den Menschen nicht blind folgst. Wie bereits gesagt, achte darauf, ob sie dich in Übereinstimmung mit dem Qurân und dem Hadîth ermahnen. Falls dies der Fall ist, obliegt es dir, ihnen zu gehorchen. Verfolgen sich jedoch anderweitige Ziele, die nicht mit dem Qurân und dem Hadîth übereinstimmen, darfst du ihnen nicht gehorchen.

  • Datum der Veröffentlichung: 4 Jumada al-awwal 1439
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