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Keine Zakah für die eigenen Haushaltutensilien

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Frage:

Ich habe eine Menge an Haushaltgegenständen (Silberbesteck und Geschirr), die ich jeden Tag auch nutze und auch für Gäste und andere Anlässe verwende. Ich benutz sie, anstatt mir sie von anderen zu leihen. Ich bewahre das Besteck in einem Schränkchen bei mir zu Hause auf. Wenn Nachbarn oder Verwandte das Besteck ausleihen wollen, so gebe ich es ihnen, um ihnen zu helfen.

Während eines Treffen unter Schwestern, hörte ich wie einer der Schwestern sagte, dass eine Person für alles was sie besitzt verantwortlich gemacht wird, einschließlich ihrer eigenen Haushaltutensilien. Sie sagte, dass wir bestraft werden wenn wie diese Haushaltsutensilien nicht zu als zakahpflichtig ansehen, und dass diese Utensilien dann erhitzt werden um uns am Tage der Abrechnung damit zu verbrennen. Bitte helft mir, sollte ich das Besteck spenden und es mir dann immer von anderen Leuten ausleihen oder Zakah für sie zahlen?

Antwort:

Diese Haushaltsgegenstände sind nicht zakahpflichtig, da sie nicht zum Verkauf stehen sondern benutzt und auch ausgeliehen werden. Derjenige, der dir das gesagt hat, dass man solche Utensilien nicht besitzen darf, ist eine ignorante und falschverstehende Person. Denn diese Person sagte etwas über Allah und seine Religion ohne richtig davon zu wissen. Er muss bereuen wegen dieser Sünde und in Zukunft solche unwissenden Aussprüche vermeiden. Allah sagte in klaren Worten, dass solche Aussprüche verboten sind:

„Sprich: Mein Herr hat nur Schändlichkeiten untersagt, seien sie äußerlich oder innerlich, dazu die Schuld und das Vergehen gegen die Wahrheit. Und dass ihr Allah das zur Seite setzt, wozu er keine Befugnis herabsandte, und dass ihre von Allah aussagt, was ihr nicht wisset.“ (Al-Araf:33)

In einem anderen Vers, sagt Allah, dass Sachen die man über Allah sagt, ohne wirklich darüber bescheid zu wissen, ob das was man über Allah sagt auch richtig ist, dass dies Satans Ziele und Wünsche sind:

„Ihr Menschen! Esst von alledem, was es auf der Erde gibt, soweit er erlaubt und gut ist! Und tretet nicht in die Fußtapfen des Satans! Er ist euch ein ausgemachter Feind. Er befiehlt euch nur Böses und Abscheuliches, und gegen Allah etwas auszusagen, wovon ihr kein Wissen habt.“

(Al-Baqarah:168-169)

 

Scheich ibn Baz