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Sommerferien - eine Chance, unseren Kindern den Qurân beizubringen

 

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"Die Aneignung von Wissen in jungem Alter, ist wie das Gravieren in einen Stein."

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Sie wiederholen die Wörter der lauten Gesänge wie Papageien, prophezeien die Werbungen, indem sie nach ihrer Musik tanzen, und ahmen die Schauspielerinnen beim Tanzen und beim Singen perfekt nach! Welch einzigartige unbegrenzte Fähigkeit unserer Kinder zum Auswendiglernen! Warum nutzen wir sie nicht gut und ersetzen das Unsinnige und Bedeutungslose mit dem Qurân, vor allem nachdem unsere Kinder nun Sommerferien haben und frei sind?

 

Scheich Ahmad Abdulazîm, Leiter der Schule für Qurân-Rezitation in Hilwân (Ägypten), meint: "Allâh, der Reine und Erhabene, macht uns auf die Wichtigkeit des Qurân-Auswendiglernens aufmerksam, indem Er sagt:  {„Der Allerbarmer hat den Qurân gelehrt. Er hat den Menschen erschaffen. Er hat ihn die klare Darlegung gelehrt.“} [Sûra 55:1-4]

 

Warum hat Allâh das Qurân-Lernen vor der Schöpfung des Menschen erwähnt? Ist das kein Beweis dafür, dass der Mensch erst ein echter Mensch wird, wenn er den Qurân lernt?"

 

Scheich Al Muhammadi Abdulmaqsûd, ein Prediger und Vorbeter einer Moschee, betont diese Realität mit folgender Aussage:  "Das richtige Verhalten des Menschen kann erst wachsen und blühen, wenn dessen Herz und Verstand den Qurân kennen, denn der Qurân ist die Basis seines Glaubens und vertieft und etabliert die Selbstkontrolle des Verhaltens. Im Qurân heißt es: {„Er kennt die verräterischen Augen und weiß, was die Brüste verbergen.“ }[Sûra 40:19]

 

Erst so werden sein Benehmen richtig und sein Verhalten gut".

 

Das weiße Stück Papier:

 

Die positive Wirkung ist bei einem Kind besser zu erkennen, weil man ein Kind leichter ausbilden und lehren kann, wie das alte Sprichwort besagt: "Die Aneignung von Wissen in jungem Alter, ist wie das Gravieren in einen Stein."

 

Diese Wahrheit betont Scheich Ahmad Abdulazîm wie folgt: Ein Kind, das den Qurân von seiner Kindheit auf auswendig gelernt hat, ist in seinen ganzen Lebensbereichen ausgezeichneter als ein anderes, dem diese Güte fehlt. Denn der Qurân verleiht dem Menschen eine psychische Macht und moralische Stärke, die alle schwierigen Situationen und Probleme zu bewältigen verhelfen.

 

Der Qurân bildet auch eine sachliche wissenschaftliche Mentalität, die keine Synthesen ohne Thesen und Antithesen und ohne Argumente und Beweise annehmen kann. Er ist auch eine Schule für das Lernen guter Tugenden und für das Meiden schlechter Moral. Er lehrt den Menschen außerdem das Planen, Nachdenken, Forschen und Überlegen.

 

Scheich Al-Muhammadi Abdulmaqsûd fügt hinzu: Aus allen Perspektiven nutzt es dem Kind, wenn es den Qurân auswendig lernt; seine Zunge wird immer das Richtige aussprechen und das Schlechte meiden. Mit dem Qurân versorgt es Allâh auch mit Verstand, der bei seinen Kameraden und Gleichaltrigen nicht üblich ist. Seine Kapazität zum Auswendiglernen wird immer stärker. Man kann seine Denkweise nicht mit weltlichen Illusionen angreifen.

 

Muhammad Ata, ein Lehrer und Spezialist für das Auswendiglehren des Qurân an einer Schule der Azhar, meint auch: Einem Kind ist es leichter den Qurân auswendig zu lernen als einem erwachsenen Menschen, obwohl die meisten glauben, dass ein Kind den Qurân nur mit Schwierigkeiten auswendig lernen könne, weil es die meisten seiner Bedeutungen nicht versteht. Das ist aber eine falsche Vorstellung, denn ich habe selbst bemerkt und durch meine Arbeit als Qurân-Lehrer, der die Schüler den Qurân auswendig lehrt, erfahren, dass die Kinder schneller auswendig lernen und nicht so schnell vergessen wie die erwachsenen Leute, denn ihr Gedächtnis ist hochwahrscheinlich so rein und leer wie ein weißes Stück Papier."

 

Der Qurân erzieht:

 

Diese Wahrheit betont die Mutter ´Umars mit folgenden Worten: "Mein Sohn begann den Qurân auswendig zu lernen, als er noch im Kindergarten war. Nun ist er in der vierten Klasse und hat schon vier Teile (von 30 Teilen) auswendiggelernt. Ich bemerkte, dass dieses Qurân-Auswendiglernen ihm dabei geholfen hat, dass er immer Klassenbester ist. Ich bemerkte auch, dass er viele hocharabische Worte benutzt, sogar während er mit seinen kleinen Geschwistern spielt. Das ist doch hervorragend!"

 

Umm Bahâ spricht über ihren Sohn Bahâ Muhammad, der in der zweiten Abiturklasse ist, und erzählt Folgendes: "Mein Sohn hat schon den ganzen Qurân auswendig gelernt. Er respektiert seine älteren Geschwister und geht mit mir und seinem Vater sehr gut um. Der Qurân hat auf ihn gut gewirkt, denn er ist ruhig und tugendhaft. Er spricht teilweise Hocharabisch. Außerdem ist er fleißig und klug in seinem Studium. Der Qurân verleiht ihm ferner gute Moral, hochsprachliche Kompetenz, genaues Vollziehen der Anbetungshandlungen und Liebe zum Gehorsam."

 

Das ist auf der Ebene der Lehrer und Familien, was meinen aber die Kinder dazu? Mustafa Abdussalâm, ein Schüler in der ersten Klasse der Mittelschule (etwa 12-13 Jahre!) sagt: Ich beherrsche - Al-Hamdu lillâh - 23 Teile des Qurân (gut drei Viertel des Qurân). Meine Mutter ist es, die mich den Qurân auswendig lehrt. Täglich soll ich einen Rub (einen Abschnitt von 240 Abschnitten des gesamten Qurân) auswendig lernen und es vor meiner Mutter fünf Mal rezitieren. Mit dieser Methode habe ich es geschafft, die Sûra Al-Baqara (zweite Sûra) in nur 20 Tagen auswendig zu lernen. Ich habe keine Schwierigkeiten beim Auswendiglernen. Ich bin auch immer Klassenbester und bevorzuge immer die Teilnahme an Wettbewerben für Kandidaten, die den Qurân bzw. Teile davon auswendig lernen. Bei diesen Wettbewerben habe ich viele Geschenke (als Preis) bekommen.

 

Ahmad Qadri, Schüler in der ersten Klasse der Grundschule, der vier Qurân- Teile auswendig kann, meint dazu: Täglich gehe ich zu meinem Großvater, damit er mich den Qurân auswendig lehrt, dann prüft mein Vater mein Niveau. Ich bin - Al-Hamdu lillâh - ein kluger Schüler, helfe meiner Mutter bei der Hausarbeit, passe auf meinen kleinen Bruder auf und spiele mit ihm.

 

Muhammad Sa'îd Mahmûd kann 14 Teile des Qurâns auswendig und bestätigt, dass sein Qurân-Auswendiglernen ihn zum besten Schüler im Fach Arabisch machte und ihm auch dazu verhalf, die anderen Fächer leichter, einfacher und schneller zu verstehen. Sein Bruder Mahmûd, Schüler in der zweiten Klasse der Mittelschule (etwa 12 Jahre), meint: Ich habe 24 Teile des Qurân auswendig gelernt. Der Qurân hat einen sehr großen positiven Einfluss auf mein ganzes Leben ausgeübt; ich richte mich im Umgang mit meinen Geschwistern, meiner Familie und meinen Freunden nach dem Qurân. Durch den Qurân habe ich den Respekt aller Menschen erhalten.

 

Die Rolle der Eltern:

 

Obwohl es viele gute Beispiele gibt und trotz der vielen positiven Wirkungen des Qurân-Auswendiglernens auf die Kinder, bemühen sich leider viele Väter und Mütter nicht darum, ihre Kinder den Qurân auswendig lernen zu lassen und können die Sommerferien nicht richtig nutzen. Vielmehr bevorzugen es viele, dass ihr Kind vor dem Fernsehgerät sitzt oder die Zeit irgendwie vergeudet. Scheich Muammadî meint:

 

"Die Feinde des Islâm versuchen die Kinder vom Islâm durch ihre Distanzierung vom Qurân zu trennen, sodass das Bild dessen, wer den Qurân auswendig lernt, nun ein Bild wurde, worauf die Eltern nicht hoffen! Einige Muslime verstehen diese List, während sich andere an Sportklubs und Spielplätzen als Orten der Amüsierung orientieren. Diese Letzteren verwehren es so ihren Kindern, den Segen des Qurân zu erhalten und sie zum Qurân hin zu erziehen.

 

Die Folge ist, dass ihre Kinder sie dann belasten, denn sie haben auf diese Weise keine religiöse Orientierung, die sie verbessern kann. Jeder Vater und jede Mutter soll sich an folgenden Hadîth erinnern:  «"Wenn der Sohn Adams (der Mensch) stirbt, hören seine Taten auf, außer dreierlei: ... - und einem rechtschaffenen Kind, das für ihn Bittgebete spricht."»  (Muslim)

 

Das ist jedem, der sein Kind den Qurân auswendig lernen lässt, eine große Ehre. Auch die den Qurân Lehrenden und Qurân-Lehrer sollen das im Auge behalten.

 

Die Rolle der Mutter ist bezüglich der Orientierung ihrer Kinder zum Auswendiglernen des Qurân sehr wichtig:

 

Dr. Qâsim Isma'îl Ali, Dozent an der Fakultät für islâmische und arabische Studien der Azhar-Universität, meint dazu: "Jede Mutter soll ihr Kind fördern und motivieren, den Qurân auswendig zu lernen, die Moschee regelmäßig zu besuchen, den Qurân zu lieben, seine Rezitationsregeln zu beachten, die gelernten Teile im Gebet zu rezitieren und das Kind mit Geschenken, bzw. guten und nützlichen Prämien darin fördern."


Quelle: www.islamweb.net

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