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Eine Vater-und-Sohn–Geschichte, die zeigt wie Eltern behandelt werden sollten

 

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Der Vater, der sein mildes Lächeln nicht verloren hatte, erhob sich von seinem Platz und ging in ein anderes Zimmer. Als er zurückkam, hatte er ein Buch in der Hand und fragte "Weißt du, was das ist?" und fuhr fort: "Das ist ein Tagebuch, gefüllt mit meinen Erinnerungen!"

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Ein betagter Mann im Alter von 80 Jahren saß in einer kleinen Ecke seines Zimmers und dachte nach, als plötzlich die Ruhe mit dem Hereinkommen seines 45-jährigen Sohnes unterbrochen wurde, der gekommen war, um seinen Vater zu besuchen. Vater und Sohn vertieften sich in Gespräche über die Frau und die Kinder seines Sohnes, wie er seine Arbeitsstelle meistert und über sein finanzielles Wohlbefinden...

 

Große Stille überkam den Raum, als der 45-jährige Sohn gehen wollte. Eine Krähe landete auf dem Fenstersims genau dort, wo sie saßen. Während der alte Mann die Krähe anstarrte, lächelte er und nach einer Weile fragte er seinen Sohn:

 

"Was ist das, mein Sohn?"   

 

Der Sohn antwortete verblüfft: "Vater, das ist eine Krähe!" Nachdem der Vater zur Krähe zurückblickte, stellte er nochmals dieselbe Frage: "Was ist das, mein Sohn?"

 

Der Sohn war schockiert und wiederholte: "Vater, das ist eine Krähe!"

 

Die Krähe, die noch nicht vom Fenstersims gewichen war, begann von einer Seite zur anderen zu laufen, machte dabei seltsame Bewegungen, drehte sich dann wieder um und blickte zu Vater und Sohn. Noch einmal fragte der Vater: "Mein Sohn, was ist das?"

 

Sein Sohn antwortete ungeduldig: "Vater, hörst du mich nicht? Es ist nun das dritte Mal, dass ich dir sage, dass das eine Krähe ist!"

 

Und als der Vater beharrlich ein viertes Mal fragte, erhob der Sohn wütend und aufgebracht seine Stimme und sagte: "Vater, es ist nun das vierte Mal, dass du mir dieselbe Frage stellst! Jedes Mal antworte ich dir und du fragst ohne zu zögern nochmals! Versuchst du meine Geduld auf die Probe zu stellen?"

 

Der Vater, der sein mildes Lächeln nicht verloren hatte, erhob sich von seinem Platz und ging in ein anderes Zimmer. Als er zurückkam, hatte er ein Buch in der Hand und fragte "Weißt du, was das ist?" und fuhr fort: "Das ist ein Tagebuch, gefüllt mit meinen Erinnerungen!"

 

Nachdem er die abgenutzten Seiten überflogen hatte, fand er, wonach er gesucht hatte. Er reichte seinem Sohn das Buch, um die Seite vorzulesen...

 

"Heute saß ich mit meinem dreijährigen Sohn am Fenster und spielte auf der Couch, als plötzlich eine Krähe auf dem Sims landete. Er war erstaunt und fragte mich genau 23 Mal, was das sei. Ohne zu zögern beantwortete ich seine Frage. Jedes Mal, wenn er mich fragte, erklärte ich ihm, dass das eine Krähe sei. Und als er mich zum 23. Mal fragte, umarmte und streichelte ich ihn sehr liebevoll. Ich verspürte nicht das geringste Gefühl an Ungeduld, da seine sich wiederholende Frage mich dazu brachte ihn anzuschauen und zu erkennen, wie unschuldig er war und wie sehr ich ihn wirklich liebe."

 

Allâh der Hocherhabene trägt uns nicht nur auf, Ihm gegenüber gute anbetend Dienende zu sein, sondern auch gegenüber unseren Müttern und Vätern. Im ehrwürdigen Qurân steht: {Und dein Herr hat verfügt, dass ihr niemandem anbetend dient außer Ihm und den Eltern gegenüber Wohltaten erweist, wenn ein Elternteil oder beide bei dir das hohe Alter erreichen. So sag denn nicht »Pfui!« zu ihnen und weise sie nicht scheltend ab und führ mit ihnen ehrerbietige Rede!} [Sûra 17:23].


Quelle: islamweb.net

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